Die Investmentfonds-Idee


Die Investmentfondsidee ist so einfach wie genial. Ein Investmentfonds ist vergleichbar mit einem großen Topf, in dem das Geld vieler Anleger mit gleichen Anlageinteressen gesammelt wird. Dieses Geld wird von einer Investmentgesellschaft entsprechend der Anlagestrategie des Fonds professionell angelegt.

Um den Anleger zu schützen, hat der Gesetzgeber eine Reihe von rechtlichen Bestimmungen erlassen. Getreu dem Motto "Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser" sind die Aufgaben bei der Investmentanlage auf mehreren Schultern verteilt. Strikte gesetzliche Vorgaben bilden die Basis für die Fondsanlage.

Da ist zuerst der Anleger. Er zahlt sein Geld in einen Investmentfonds ein. Entsprechend seiner Anlagesumme erhält der Anleger Fondsanteile, die in der Regel in einem Fonds- oder Wertpapierdepot verwaltet werden. Der Anleger ist somit Miteigentümer des Fondsvermögens.

Anders als die Bank bei Sparbuch- oder Festgeldanlagen hat die KAG keinen direkten Zugriff auf das Kapital für eigene Zwecke. Das Fondsvermögen wird separat vom Vermögen der KAG verwaltet. Es wird daher als Sondervermögen bezeichnet. Das Fondsvermögen gehört den Anlegern und haftet nicht für Verbindlichkeiten der KAG.

Das Fondsvermögen wird von der Kapitalanlagegesellschaft professionell an den internationalen Finanzmärkten angelegt. Konkret bedeutet dies, das Fondsmanagement kauft je nach Anlageschwerpunkt des Fonds über die Börse Rentenwerte oder Aktien.

Das Fondsvermögen wird von der KAG nach dem Prinzip der Risikostreuung angelegt. Gesetzlich definierte Höchstgrenzen legen fest, wieviel maximal in einzelne Werte investiert werden darf. Bei Aktienfonds zum Beispiel darf kein Wert mehr als 10 Prozent des Fondsvermögens ausmachen. Die Werte, die mit mehr als 5 Prozent gewichtet sind, dürfen zusammen nicht mehr als 40 Prozent in einem Fonds ausmachen. So wird zum Schutz der Anleger sichergestellt, dass eine ausreichend große Streuung im Fonds gewährleistet ist.

Die Depotbank verwahrt das Fondsvermögen. Sie ist von der Fondsgesellschaft rechtlich und personell unabhängig. Die Depotbank ist mit der Ausgabe und Rücknahme der Fondsanteile betraut und ermittelt börsentäglich deren Rücknahmepreis. Mit Hilfe des täglich ermittelten Fondspreises kann der Anleger jederzeit die Entwicklung seines Fonds verfolgen.